Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann haben ihre gemeinsame Leidenschaft für IT-Security in ein Startup verwandelt. Mit „Hivesense“ entwickeln sie eine sogenannte Deception Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für die Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Die beiden Gründer Florian Entleitner und Alexander Moosmann haben sich im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Gemeinsam arbeiteten sie an Projekten, entwickelten Konzepte und entdeckten ihre Leidenschaft für IT-Security. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Florians Masterarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt Florian Entleitner.
Sie pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schließlich ihr Unternehmen „Hivesense“. „Hive“ ist der englische Begriff für Bienenstock, „sense“ steht für die Erkennung.
Täuschen, erkennen, entlarven
Hivesense entwickelt sogenannte „Deception Technology“, eine noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, stoßen darauf und werden erkannt.
Florian Entleitner: „Wir bauen keine klassische Schutzmauer. Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Alexander Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense genau dort an, wo es kritisch wird: im Inneren des Netzwerks.
Cybersecurity made in Europe
Ein besonderes Anliegen der Gründer ist die europäische Perspektive: Während viele Technologien in den USA gehostet werden, setzt Hivesense konsequent auf europäische Infrastruktur – Hosting innerhalb der EU und Partner aus dem europäischen Wirtschaftsraum als klares Bekenntnis zur digitalen Souveränität.
Fokus auf die Praxis
Aktuell arbeitet das Team an Prototypen und sucht Unternehmen, die das Produkt testen und gemeinsam weiterentwickeln möchten. Die Zielgruppe sind mittelgroße Unternehmen mit eigener IT-Infrastruktur, insbesondere aus der Industrie. „Gerade Produktionsumgebungen haben spezielle Anforderungen, die oft nicht ausreichend geschützt sind“, sagt Alexander Moosmann. „Hier können wir echten Mehrwert liefern.“
Hivesense hat den Entwicklungsschritt erfolgreich abgeschlossen: Die Plattform ist einsatzbereit und befindet sich bereits im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten. Die Zielgruppe sind mittelständische bis große Unternehmen mit eigener IT-Infrastruktur, insbesondere aus der Industrie. „Gerade Produktionsumgebungen haben spezielle Anforderungen, die oft nicht ausreichend geschützt sind", sagt Alexander. „Hier können wir echten Mehrwert liefern."
Weitere Infos:
- Hivesense: https://hivesense.at
- Studium Informationstechnik & System-Management